Goldene Regeln für das Internet

Als Schutzengel für Pferde kannst Du nicht nur bei Dir im Stall oder bei öffentlichen Veranstaltungen Flagge zeigen. Auch „Online“ kannst Du aktiv werden!

 

Sechs „Goldene Regeln“ für Zivilcourage für unsere Pferde im Internet sollen aufzeigen, dass Zivilcourage mit digitalen Medien enorm wirksam sein kann.

 

SCHAU NICHT WEG

 

Wenn du mitbekommst, dass ein Pferd ungerecht behandelt, überfordert, misshandelt oder fertig gemacht wird, ignoriere es nicht. Versuch, dir einen Überblick über die Situation zu verschaffen. Wenn du eine Möglichkeit siehst, konkret zu helfen, dann hilf.

 

ZEIGE RESPEKT

 

Oft fügen Menschen Pferden Schmerzen oder psychisches Leid zu, ohne es zu merken. Andere greifen zur Gewalt gegen Pferde in Situationen der eigenen Unsicherheit oder Angst. Und es gibt „Trainingsmethoden“, die nachweislich tierschutzrelevant und dennoch in der Reiterwelt etabliert sind. Viele machen sich deshalb gar keine Gedanken, dass diese Methoden falsch sein könnten.

 

Hör anderen zu und akzeptiere auch Ansichten, die sich von deinen unterscheiden. Dir muss nicht jede Meinung gefallen, aber behandle dennoch jeden Menschen respektvoll. Bedenke, dass hinter jedem Profil im Internet ein fühlender Mensch steht, der höflich behandelt werden sollte. Wenn du im Netz angegriffen wirst, erwidere es nicht. Du kennst gewiss bessere und respektvollere Lösungen.

 

BLEIB FAIR

 

Auch wenn eine Diskussion hitzig und emotional geführt wird, bleib fair. Provoziere nicht durch unsachliche Bemerkungen oder persönliche Angriffe. Vertrete Deine Meinung sachlich und baue sie auf überprüfbaren Fakten auf.

 

BEZIEHE POSITION

 

Wenn Du auf eine kontroverse Diskussion stößt, übernimm nicht unreflektiert eine Position, sondern informiere Dich umfassend. Bilde Dir eine Meinung aufgrund von Fakten aus verschiedenen Quellen. Glaub nicht alles kritiklos. Falls die Diskussion unsachlich wird, frage nach Fakten, Belegen oder Quellen.

 

STEHE BETROFFENEN PFERDEBESITZERN ZUR SEITE

 

Wirst du Zeuge, wie ein Pferd durch einen Dritten ungerecht be- oder sogar misshandelt wird, geh nach Möglichkeit auf den Besitzer des betroffenen Pferdes zu. Viele Besitzer trauen sich nicht einzuschreiten, wenn der Trainer oder Reitlehrer etc. sein Pferd überfordert, misshandelt oder Schlimmeres. Stärkst Du ihm in der Situation den Rücken, könnt Ihr gemeinsam den Aggressor eher stoppen oder im Nachhinein gemeinsam überlegen, was zu tun ist, damit sich dieser in Zukunft pferdegerecht verhält.

 

KEIN HASS

 

Egal wie schlimm im Internet veröffentliche Bilder auch sein mögen. Reagiere immer besonnen! Blinde Wut und Hass helfen niemals weiter. Bleibe ruhig und mach Dir erst einmal Gedanken, wie Du am besten agierst. Schutzengel pöbeln nicht im Netz! Und eine Lösung wird so ohnehin nicht erreicht.

DIE INITIATIVE „Schutzengel für Pferde“ wurde 2019 von Karin Kattwinkel initiiert und mit der VFD e.V umgesetzt.

Am  9. Januar 2020 wurde der Verein: Pferdeschutzengel e.V. gegründet.